Eine weitere Woche ist ins Land gegangen – und wurde von einem kleinen politischen Paukenschlag begleitet, als der ehemalige Verteidigungsminister und nun ehemalige Arbeitsminister Franz Josef Jung nach schweren Vorwürfen bezüglich gezielter Desinformation in Verbindung mit dem Afghanistan-Einsatz zurücktrat, ohne dabei jedoch seine Schuld einzugestehen, sondern lediglich die „politische Verantwortung“ übernahm. Ihm nachfolgen wird die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen, deren Amt wiederum die bisher so gut wie unbekannte Kristina Köhler – offenbar der Versuch, nach der peinlichen Affäre um Jung ein wenig jugendliche Dynamik in die schwarz-gelbe Koalition zu bringen. Ihre bisherige politische Agenda lässt indes anderes vermuten – und wie diese in ihrem neuen Amt aussehen wird, bleibt abzuwarten.
Andere Neuigkeiten lassen indes hoffen: nach ihrem Bundesparteitag hat die SPD etwa im ZDF-Stimmungsbarometer kräftig an Zustimmung unter den Befragten gewonnen, Zustimmung, die der Union verloren gegangen ist. Diese Momentaufnahme ist natürlich zu wenig, eine Kehrtwende auszumachen – doch sie ist immerhin ein kleiner Lichtblick im tristen Herbstgrau.
Die Lage an der Universität bleibt indes angespannt. Während die lauteste Form des Protestes nicht zwingend die geeignete zu sein scheint, bleiben zahlreiche Fragen ungeklärt. Wie das wirkliche Votum der Studierenden aussieht, wird womöglich die Wahl zum Studierendenparlament zeigen. Die jüngsten Ereignisse lassen zumindest auf ein steigendes Interesse an der Hochschulpolitik und damit einhergehend eine steigende Wahlbeteiligung hoffen.
Euch allen eine schöne Woche,
Christian


Es ist wieder einmal soweit, unser
















