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RückBlog KW20

Was für eine Woche! Wo soll ich anfangen? So viele Themen, die eines Rückblogs würdig wären: Ich könnte ein letztes Wortspiel mit dem Namen der Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens Hannelore Kraft machen und die Genossen vor Ort zu ihrem Wahlerfolg beglückwünschen. Das sei hiermit erledigt. Ich könnte auch über die grandiose Niederlage der CDU bzw. in persona Norbert Röttgens schreiben. Es fänden sich bestimmt auch einige Sätze zu der Art und Weise wie die Kanzlerin zügig und eiskalt ihren Umweltminister abgeschossen und somit auch den letzten potenziellen Konkurrenten politisch entmannt hat. Zurück geblieben sind dann nur noch politische Eunuchen und Ministerinnen, die sich mit Ämtern rumplagen müssen, in denen sie ohnehin keinen Blumentopf gewinnen können.

Vielleicht wollt Ihr auch etwas über das Ende des kleinen König Sarkozys lesen. Ich könnte auch über seinen sozialistischen Nachfolger Hollande schreiben. Wo wie gerade bei neuen Präsidenten sind: Ich könnte auch über die Wiedereinführung Putins in das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation schreiben und zugleich über den Ämtertausch mit dem Interimspräsidenten Medvedev, der als Dank noch für eine Weile Ministerpräsident sein darf. Hier würde bestimmt das Wort des lupenreinen Demokraten fallen.

Ich könnte jedoch auch über Griechenland schreiben, über politische Unfähigkeit, über den Volkswillen, der alles nur schlimmer zu machen scheint, über die neu erstarkte Eurokrise, die ja sogar Spanien wieder zurück in den Fokus der Berichte holt. Oder aber ich schreibe über Fussball. Was gab es da diese Woche für Ereignisse. Düsseldorf gegen Berlin. Chaos. Skandal. Wiederholungsspiel? Kurz vor der EM? Ich könnte auch über Bayern München sprechen, über 5-Jahres-Wertungen, über Fußballgötter und Elf-Meter-Bilanzen zwischen England und Deutschland philosophieren. Ich könnte ebenso über die Blamage des Willy Brandt-Flughafens schreiben und ihm den Flughafen, einen baldigen Aufstieg wünschen. Oder ich könnte den Hafengeburtstag Revue passieren lassen.

Mach ich aber nicht.

Ich nennen Euch stattdessen zwei Dinge, die ich diese Woche gelernt habe.
Ich habe gelernt – die SPD Horn hatte zu einem Gespräch mit Jan Quast geladen – dass Hamburg über 24.000.000.000 Euro Schulden hat. Hamburg hat jedes Jahr aber nur 10 Milliarden Euro an Einnahmen – jetzt mal grob geschätzt. Zudem musste ich lernen, dass Hamburg, um diese 24 Milliarden Euro Schulen machen zu können, BISHER eine Gegenleistung in Form von Zinsen von 30.000.000.000 Euro gezahlt hat. Allein diese Verhältnis zeigt; Schulden zu machen ist reichlich dumm. Derzeit zahlt Hamburg jedes Jahr – bei niedrigen Zinsen – gut 1 Milliarde Euro für seine Schulden. Das ist in etwas der Betrag, den Hamburg jedes Jahr an neuen Schulden aufnehmen muss. Den Rest könnt Ihr Euch selbst denken…

Was war Eurer Thema der Woche?
Was habt Ihr diese Woche gelernt?
Diskutiert mit auf Facebook!

(me)

Erfolgreiche SPD-Kreisdelegiertenversammlung

An diesem Freitag hatten wir wie alle zwei Jahre eine Kreisdelegiertenversammlung, die keine “normale” KDV war sondern eine Wahl-KDV.
In dieser Wahl-KDV wurde der SPD-Kreisvorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt.

Johannes Kahrs wurde wiederholt zum Kreisvorsitzenden gewählt, ein Amt das er bereits seit zehn Jahren innehat. Seine Stellvertreter sind zum einen Michael Neumann (Innensenator), Jana Schiedek (Justizsenatorin) und unser Ex-Bezirksbürgemeister Markus Schreiber.

Außerdem wurden drei Jusos in den neuen Bezirksvorstand gewählt. Martina Hamester (Billstedt), Fatih Yilmaz (Finkenwerder) und unsere Juso-Kreisvorsitzende Annkathrin Kammeyer (Horn).

Wir wünschen dem neuen und alten Vorstand viel Glück für die nächsten zwei Jahre und besonders unserem Kreisvorsitzenden eine gute Hand in der Führung unseres Kreises.

(SAS)

Jusos Hamburg-Mitte beschließen Antrag zur Netzpolitik

Auf der Kreisdelegiertenversammlung (KDV)  am 07. Mai 2012 haben die  Jusos Hamburg-Mitte einstimmig den Leitantrag zur Netzpolitik beschlossen.

Ganz klar positionieren sich die Jusos Hamburg-Mitte somit gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung und für eine Stärkung der digitalen Kompetenz aller Menschen sowie für die Gewährleistung der Netzneutralität.

Hier findest Du den beschlossenen Antrag

(dd)

Kreisdelegiertenversammlung am 07. Mai 2012

Am 07. Mai 2012 findet eine inhaltliche Kreisdelegiertenversammlung (KDV) der Jusos Hamburg-Mitte statt. An diesem Montag bringen viele unserer Jusogruppen Anträge ein, die wir diskutieren wollen um sie dann in die Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Hamburg einzubringen.
Von besonderer Bedeutung wird der Leitantrag dieser KDV sein. In verschiedenen Treffen in den letzten Tagen und Wochen haben viele Jusos an dem Antrag zum Thema Netzpolitik mitgearbeitet, mit dem wir uns in diesem Bereich besonders stark positionieren wollen.

Natürlich musst du kein Delegierter sein, um an der KDV teilzunehmen.
Komm einfach vorbei und diskutier gerne mit uns mit!

KDV der Jusos Hamburg-Mitte
Montag, den 07. Mai 2012
ab 18:30 Uhr im Kurt-Schumacher-Haus, 1. Stock

Hier findest du alle Anträge!

(dd)

RückBlog KW18

Dabei sein ist nicht alles

Sport und Politik. Das sind zwei Dinge, die viele gerne strikt voneinander trennen wollen. Sport sagen sie, dass ist friedliches Miteinander. Sport schafft Verständigung. Sport verbindet. Sport erzeugt jedoch auch Akzeptanz. Sport kreiert eine Bühne. Eine Bühne, die dem Zuschauer den schönen Schein zeigt. Die Bilder vermittelt von einem Land wie wir es uns wünschen. Weltoffen, tolerant und mit lächelnden Menschen, die bunte Fähnchen ihrer Mannschaft in die Kamera schwenken. Was hinter der Bühne passiert gerät aus dem Blick. Hier wird zensiert, unterdrückt und den Menschen vergeht das Lächeln unter den Schlägen der Staatsgewalt. Hinter der Bühne möchte niemand Fahnen schwenken. Hinter der Bühne wünscht man sich frei zu sein. Diesen Wunsch können wir nur auf einem Wege unterstützen. Nehmt dem System, das seinen Bürgern in diesem Moment die Freiheit nimmt, die Bühne weg. Eine Nichtteilnahme der deutschen Fußballnationalmannschaft an der EM in der Ukraine wäre kein Verlust für den Sport. Es wäre ein Gewinn. Es würde zeigen, dass Sport und Politik doch zusammen gehören, zusammen gehören müssen. Mit einer Weigerung zum Instrument der Repression zu werden, zwingen wir die Menschen hinzusehen, was nicht weit von uns mit den Menschenrechten geschieht. Wenn wir nicht wegsehen, dann erreicht der Sport durch die Verweigerung das, was sich so viele von ihm erhoffen. Er verbindet. Aber vor allem leistet Sport dann einen Beitrag zur Freiheit.

(db)