Rückblick auf den alternativen Stadtrundgang

Alternativer Stadtrundgang durch Hamburg Quer durch die Hamburger Innenstadt führte uns der alternative Stadtrundgang auf den Spuren der politisch Verfolgten unter der Tyrannei des NS-Regimes. Vor dem Rathaus begann Dr. Holger Martens, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten, diese Reise in die Geschichte unserer Partei. Denn mit dem Verbot der SPD am 22. Juni 1933 gab es zwar keine sozialdemokratische Bürgerschaftsfraktion mehr, doch ein Ende sozialdemokratischen Wirkens in der Stadt bedeutete das noch lange nicht.

Stolperstein von Max MendelDen 25 Bürgerschaftsabgeordneten, die nach 1933 Opfer totalitärer Verfolgung wurden gedenkt heute eine Bronzetafel im Aufgang zum Sitzungssaal. Vor dem Rathaus erinnert der tausendste Stolperstein an den ermordeten Senator Max Mendel.

Weiter führte Holger uns zu Stätten des Widerstandes. Orte, die uns ganz allgegenwärtig sind. Orte, an denen Sozialdemokraten sich aller Illegalität zum Trotz trafen. Orte, an denen Sozialdemokraten ihr Leben riskiert haben. Orte, an denen Sozialdemokraten gefoltert wurden. Orte, an denen wir heute unseren Genossinnen und Genossen von damals gedenken.

Mit seiner spannenden Führung gab Holger der Aussage ‘bewegte Vergangenheit’ eine ganz neue Bedeutung. Bei dem schönen Wetter ließen wir uns doppelt gerne von ihm zu den verschiedenen Stätten von Verfolgung und sozialdemokratischem Widerstand in der Hansestadt führen.

Vielen Dank!

Léonie Kusch