Hilfe für Haiti

Deutschland hilft

In Deutschland wird gerne genörgelt. Am Essen, am Wetter, am Fernsehprogramm, an der EU oder am ungepflegten Garten des Nachbarn.

Und dennoch: wie paradiesisch ist die Situation hierzulande im Vergleich zu einer Nation, deren Institutionen so marode und verkommen sind, dass das sich dort ereignete, vernichtende Erdbeben nicht nur eine Katastrophe, sondern fast den Untergang bedeutet. Wer auch immer von den bisherigen institutionellen Zuständen auf Haiti profitiert haben mag, die Bürger dieses kleinen, bettelarmen Staates sind es mit Sicherheit nicht. Fast möchte man mit dem Schicksal hadern, da es nun jedoch wieder ausgerechnet sie sind, die von der Gewalt der Natur am heftigsten getroffen werden. Hilflos mit anzusehen, wie eine unaufhaltsame, nicht zu besänftigende Macht alles zerstört, sorgt nicht nur für physischen und ökonomischen Schaden. Es tötet jeden letzten Funken, den man sich noch in Bezug auf die Zukunft erhalten haben mag. Es zerbricht die Menschen, die nicht einmal mehr die Kraft aufbringen können, nach ihren eigenen Verwandten in den Bergen aus Schutt zu suchen, oder sich – in Anbetracht des vollkommenen Versagens von Staat und Gesellschaft – in Plünderungen und Gewalt flüchten.

Um so wichtiger ist jetzt ein klares Signal der Solidarität aus den Reihen der Weltgemeinschaft, vor allem aus den Reihen der reichsten Industrienationen, zu denen – allen internen Nörgeleien zum Trotz – auch Deutschland gehört. Wer im Bereich der Wirtschaftsleistung Exzellenz vorweisen kann, der muss dies ebenfalls in punkto Humanität tun.

Die Möglichkeit dazu bieten auch im privaten Rahmen Organisationen wie das Bündnis Deutschland hilft oder die Welthungerhilfe.

Jeder Euro kann helfen! Und die Welt ein kleines Bisschen heilen.

(ck)