28 Dez 2009
52. KW 2009 – Christian Kammeyer
Der AdventsBlog ist vorbei, Willkommen zum letzten RückBlog des Jahres 2009!
Über Weihnachten ist nun ja bereits hinlänglich geschrieben und polemisiert worden, was dabei jedoch zum Jahresende hin vollkommen unterzugehen droht, ist, dass das Jahr 2009 möglicherweise als das Jahr beschämenden Versagens der Menschheit in Erinnerung bleiben könnte. Natürlich maßt sich derzeit jeder Boulevardredakteur mit Weltenretterattitüde an, über die verheerenden Konsequenzen des Scheiterns des Kopenhagener Klimagipfels zu schwadronieren, dennoch ist das Ergebnis der Konferenz auch jenseits aller sensationslüsterner Übertreibung ernüchternd, wenn nicht gar erschütternd. Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob die Arroganz der westlichen Industrienationen – angefangen mit ihrem “Flaggschiff” USA – oder der an ein Kleinkind erinnerende Trotz des CO2-Giganten China letztendlich am Scheitern der Gespräche die Schuld tragen oder dieses aufgrund extrem diametraler Interessen ohnehin festlag. Als gesichert angesehen werden kann, dass die Folgen zunehmender Umweltverschmutzung (vollkommen gleichgültig, ob sich diese zusätzlich in einer Temperaturerhöhung niederschlagen wird, wie einige Hardliner beflügelt von der Veröffentlichung ominösen Datenmaterials gerne bestreiten) von jedem Menschen auf diesem Planeten getragen werden müssen – besonders von den künftigen Generationen. Die Erkenntnis, dass ökologische Nachhaltigkeit auch ökonomischer Sinnhaftigkeit entspricht, scheint in den Köpfen der oft fachfernen Entscheidungsträger (man denke nur an Umweltminister Röttgen) nicht anzukommen. Zum beginnenden zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausend lastet die Bürde der Zukunft schwerer denn je auf uns.
Die falsche Reaktion allerdings wäre, der kontraproduktiven Vogel-Strauß-Taktik anheim zu fallen. Trotz aller Schwarzmalerei ist es noch nämlich nicht zu spät – es liegt in unserer Hand.
Christian






