Rückblick auf den Bundesparteitag

Rote Hände in DresdenIch war vor kurzem in Dresden. Ich gebe zu, ich hatte gewisse Vorbehalte, habe mich aber eines Besseren belehren lassen dürfen: Dresden ist eine wunderschöne Stadt.
Der Grund Dresden zu besuchen war allerdings nicht der, die Schönheit der Stadt festzustellen, sondern der Besuch des Bundesparteitags der SPD mit der Delegation der „Aktion Rote Hand“ im Rahmen der Bewerbung um den Dröscherpreis.

Das Resultat der Bundestagswahl führte zu Diskussionen wie die SPD wieder gewinnen kann. Fragen wurden gestellt, besonders die nach der Richtung. Vorwürfe wurden gemacht und Zukunftsvisionen offenbart. Auf dem Bundesparteitag wurde nun schließlich der Grundstein für eine erfolgreichere Zukunft gelegt. Sigmar Gabriel überzeugte in seiner 100 minütigen Rede und die Weichen waren weitgehend auf Aufbruch und Zusammenhalt gestellt.

Von all den Reden und Wahlen bekamen wir, die Delegation für den Dröscherpreis durch unser Händesammeln und Promifotoschießen, abgesehen von zwischenzeitlichen Abstechern in den Plenarsaal und Live-Stream am Stand eher Weniger mit. Stattdessen waren wir sehr fleißig und sammelten geschätzte 500 rote Hände, unter anderem die von Kurt Beck, Martin Schulz, Hannelore Kraft und Olaf Scholz, und viele Fotos mit Parteigrößen wie FW Steinmeier, “Siggi Pop”, der roten Heidi und vielen mehr, sogar Franziska Drohsel kam zu unser aller Erstaunen und Freude an den Stand und fand die Aktion „richtig toll“. Leider verpasste ich einige „Hochkaräter“ aufgrund meines regelmäßigen Herumstreunens. Nur eine schien, böse Absicht sei mal so dahin gestellt, kein Interesse an unserem Stand zu haben – Andrea Nahles, frische, mit nicht ganz so überzeugender Mehrheit gewählte Generalsekretärin der SPD.

Mit unseren Hamburger Genossen am anderen Ende des mit 39 Ausstellern prallgefüllten Bereichs der Dröscher-Preis-Kandidaten standen wir in regem Kontakt und tauschten uns regelmäßig aus wer denn schon alles am eigenen Stand war. Dabei fanden wir auch heraus, dass die Generalsekretärin auch dort nicht aufgetaucht war, schade.

Von den Delegierten und den anderen Besuchern beim BPT erhielten wir großartiges Feedback für unsere Aktion und viele äußerten Interesse die Aktion auch im eigenen Unterbezirk wiederholen zu wollen und Quantitativ war besonders der Samstag ein voller Erfolg. Dieses Feedback und auch die Gespräche mit den Kuratoriumsmitgliedern der Dröscher-Stiftung nährten unsere stillen Hoffnungen auf einen Preis am Sonntag.
Es kam wie es kommen musste: Triumphal wurden wir bereits als 2. Delegation, nach den Mannheimer Genossen, die den Delegiertenpreis gewannen, auf die Bühne gerufen und mit dem 3. Preis geehrt. Die rote Plastik-Hand in den Händen, lief Léonie mit breitem photogenen Lächeln voran um den Preis entgegen zu nehmen. Wir alle waren Stolz wie Oskar und konnten schließlich erleichtert gemeinsam mit allen Delegationen im Chor singen, nachdem wie zu erwarten Schoolbattle verdient den ersten Preis abgesahnt hatte und Bick Mack Seit’ an Seit’ mit Siggi Pop auf der Bühne das „Doppel Whopper“-Duo bildeten. Es war ein großartiger Ausklang des Wochenendes, der alle unsere Erwartungen übertraf, besonders mit Hinblick auf die Qualität der Projekte aller Mitstreiter. Wir Jusos-Hamburg Mitte hatten das Unmögliche möglich gemacht. Stolz würden wir jetzt nach Hamburg zurückkehren können.

Die Auszeichnung, aber auch das im Verhältnis immer noch gute Wahlergebnis in Hamburg-Mitte und die vielen Mitte-Anträge auf der LDK haben gezeigt, dass wir tolle Arbeit leisten. Nun gilt es weiterzumachen um nicht in der wahlkampffreien Zeit aus dem Schritt zu kommen. Die Ideen sind da, jetzt müssen wir sie nur noch umsetzen. Es lohnt sich.

Von Jakob Rüder

Anmerkung: bei obigem Text handelt es sich um eine verkürzte Version. Den vollständigen Text werdet ihr im nächsten Infobrief “Aus unserer Mitte” lesen können. (ck)