26 Sep 2009
Die Sache mit dem Datenschutz
Datenschutz ist bei der Bundestagswahl 2009 ein durchaus wichtiges Thema. Das streiten wir nicht ab.
Auch die Tatsache, dass zig komplette Datensätze verkauft/ bzw. gekauft werden können ist kein akzeptabler Zustand.
Trotzdem ist die Panikmache vor veröffentlichen privaten Daten, mit der die kleinen Parteien Wahlkampf machen, keine Lösung des Problems.
Insbesondere die Partei der Piraten bedient sich gerne des Feindbildes Staatsmacht. Diese veröffentlicht, speichert, verändert Daten nach belieben – so aus zig Wahlspots der Piraten zu entnehmen.
Aber wer sorgt denn dann für diesen Datenverlust? Eine erstaunliche Antwort darauf bot das Magazin “Le Tigre”. Deren Redakteure informierten sich über ihre Leser nämlich im Netz und fanden auf der Vielzahl von Fore mehr als nur den Vornamen. Diese Informationen veröffentlichten sie dann in ihrem Magazin und der dort direkt angesprochene Leser staunte nicht schlecht, als das Magazin ihn nicht nur direkt ansprach, sondern auch über seine Frauengeschichten gut Bescheid wusste.
Die ganze Geschichte findet ihr in einem Artikel des “Fluter”.
Wir Jusos Hamburg-Mitte beschäftigen uns schon länger mit dem Umgang mit Daten im Netz. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass unsere derzeitige Kreisvorsitzende Martina Hamester der Einladung der Hamburger Piraten gefolgt ist und dort durchaus Gemeinsamkeiten zu finden waren.
Aber wir sehen in dem leichtfertigen Umgang mit den eigenen persönlichen Daten den Hauptgrund für die derzeitige Situation.
Daher empfehlen wir allen, die wirklichen Datenschutz wollen, morgen 2x SPD zu wählen. Denn im Gegensatz zu den Piraten erweitern wir unsere Forderungen nicht mit Lockversprechen wie zB freiem Zugang auf Musikdateien und schaffen Feindbilder, sondern wollen uns dem tatsächlichen Problem annehmen und es lösen.
Nur eine starke SPD kann in einer Regierung den Datenhandel unterbinden.
Darum SPD. Für unser Land.






