07 Jul 2009
Jusos gedachten der ermordeten Kinder
Die Jusogruppe Veddel-Rothenburgsort hatte alle Jusos in Hamburg-Mitte eingeladen, sich mit ihnen auf die Spur der Kinder vom Bullenhuser Damm zu machen. Gemeinsam besuchten wir die 1980 gegründete Gedenkstätte in dem alten Schulgebäude und späteren KZ-Außenlager in Rothenburgsort.
Die Geschichte der Kinder vom Bullenhuser Damm ist eine Geschichte, die sprachlos macht. In der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 ermordeten SS-Männer zwanzig jüdische Kinder, ihre Pfleger und vierundzwanzig sowjetische Kriegsgefangene in dem ehemaligen Schulgebäude am Bullenhuser Damm. Die jüngsten Kinder waren erst fünf Jahre alt, die ältesten gerade einmal zwölf. Mit dem Mord versuchten die Nationalsozialisten grausame pseudo-medizinische Experimente zu vertuschen, die der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer an den Kindern verübt hatte. Ungläubig lauschten wir dem Bericht des Museumspädagogen. Fast wäre der SS gelungen, diese Verbrechen an der Menschlichkeit zu vertuschen.
Angrenzend an den Schulhof liegt der Rosengarten als blühendes Denkmal für die ermordeten Kinder. “Hier stehst Du schweigend, doch wenn Du Dich wendest, schweige nicht” – Direkt vor der Marmortafel blüht von nun an eine große rote Rose der Jusos Hamburg-Mitte, als Zeichen, dass auch wir nicht vergessen.
von Léonie Kusch






