15 Jun 2006
Jusos Hamburg – Mitte kritisieren Studienfinanzierungsgesetz des CDU – Senates
Die finanzielle Belastung der (Aus-) Bildung junger Menschen in unserem Land, dessen einziges Kapital die hohe Anzahl gut ausgebildeter Arbeitskräfte ist, ist ein Schildbürgerstreich ohne gleichen. Die Art und Weise, wie die CDU die Gebühren in Hamburg einführen will ist, so Julia Odebrecht, an Arroganz und Zynismus nicht mehr zu überbieten. Die Einfuhr von Studiengebühren belastet vor allem finanzschwächere Familien und Studenten. Durch die Einfuhr der verschulteren Bacherlor- und Masterstudiengänge verringert sich zur gleichen Zeit der Zeitraum, der den Studenten zum Geld verdienen zur Verfügung steht. Zudem werden in Hamburg die Empfänger von Bafög, Studenten, denen der Staat bereits attestiert hat, dass sie kein ausreichendes Geld für das Studium aufbringen können, nicht von den Gebühren ausgenommen. In vielen Fällen, werden diese Umstände dazu führen, dass Studenten Kredite bei Privatbanken aufnehmen müssen. Die CDU betreibt, so Julia Odebrecht, die systematische Zwangsverschuldung der Jungen in der Bevölkerung. Die CDU hat in Hamburg der Bildung keinen Wert gegeben, wie Herr Dräger zynisch zu behaupten pflegt, sondern einen Preis. Einen Preis, den Menschen mit wenig Geld nicht werden bezahlen können, ohne sich schon in Jungen Jahren zu verschulden.
Studiengebühren werden viele Menschen davon abhalten, zu studieren. In einer Zeit, in der die Bildung der eigenen Bevölkerung das wichtigste Kapital auf dem weltweiten Markt ist, die Anzahl der jungen Arbeitskräfte in Deutschland aber aufgrund der Geburtenschwäche kontinuierlich zurückgeht, können wir es uns nicht leisten, das Potential ganzer Bevölkerungsschichten ungenutzt zu lassen.






