26 Feb 2009
Essen ohne Limit.
Sie breiten sich rasant aus, mehr und mehr werden es jeden Monat. Wo sie entstehen werden sie für einige Menschen zu Wallfahrtsorten, zum Pausengespräch Nummer eins auf der Arbeit und persönlichem „Highlight“ im sonst langweiligen Alltagsleben.
Die Rede ist von XXL-Restaurants. Jener Art von Restaurant, in der es zwar ganz normale Gerichte gibt wie Schnitzel, Currywurst, Pommes und Burger, aber eben mit einem gewaltigem Unterschied: der Größe.
Alle Gerichte gibt es nur im XXL-Format und meist reichen nicht mal mehr zwei Xe – also zwei „Extras“, um die Größe zu beschreiben und so wird mit Superlativen nur so um sich geschmissen.
„Die größte Currywurst“ und „das größte Schnitzel“ sind somit jederzeit verfügbar. Und natürlich auch immer spottbillig.
Während sich also alle Freunde der Riesenportionen an solchen Orten versammeln, sich jeder das ultimativ größte Essen bestellt, man dann gemeinsam auf den feierlichen Moment wartet bei dem das bestellte Tier in der gewünschten Form gespickt mit Wunderkerzen und viel Applaus vor einem auf dem Tisch landet, Freunde und andere Besucher mit der extra dafür mitgebrachten Digitalkamera Beweisfotos für das entsprechende XXL-Fotoalbum in irgendeinem Selbstdarstellerforum machen, beschäftigt sich niemand mit der Frage nach dem Warum.
Warum versucht man eine Unmenge „Fastfood“ in sich reinzustopfen; bei nur geringer Aussicht auf Erfolg?
Warum nimmt man das Geld nicht um mal in einem „richtigen“ Restaurant zu essen?
Warum feiern sich Menschen regelrecht für die Leistung viel gegessen zu haben?
Wir Jusos Hamburg-Mitte jedenfalls waren schon immer dafür zu wissen wovon man spricht und wollen uns den Fragen stellen– daher werden wir auf Vorschlag des AK Mitglieder mal solch ein Restaurant besuchen und uns selber ein Bild davon machen. Und für euch machen wir natürlich auch Bilder.
Nähere Informationen zum geplanten Besuch erhaltet ihr rechtzeitig hier auf dieser Seite.
(ts)






